Identität und Repräsentation Typografie 3 / Editorial
<PUDELNACKT>
Das PUDELNACKT ist ein Magazin zum SEIN. In jeder Ausgabe widmet wir uns unverblümt einer speziellen Form des SEINs. Populär oder
gefürchtet, erstrebenswert oder verspottet, real oder utopisch — wir möchten die einzelnen SEINsarten mannigfaltig beleuchten.
Wer bin ich, und wer sind die anderen. Eine Antwort auf die erste Frage fällt uns durchschnittsselbstreflexsiven Menschen schwer, während die Beurteilung und Kategorisierung anderer meistens keine sonderlich langwierige und komplizierte Angelegenheit darstellt.
Während sich viele Magazine direkt mit einem konkreten Individuum beschäftigen und dieses auf ihre Wesensart, Absonderlichkeiten und Liebenswürdigkeiten hin durchleuchten, wollen wir eine Art Sammlung der Perspektiven auf eine ART des SEINs erstellen und somit einer Eigenschaft, die Bestandteil vieler und unterschiedlicher Menschen ist, auf den Grund gehen.
Das ausgewählte Thema ist richtungsweisend für die jeweilige Ausgabe. Es bestimmt den Inhalt aber auch das Erscheinungsbild, somit das
PUDELNACKT jedes mal anders aussieht. Wechselnde Autoren liefern Beiträge aus unterschiedlichen Sparten und auch hier variiert die Zusammensetzung des Inhalts zugunsten einer möglichst vielseitigen und intensiven Auseinandersetzung mit dem einen Thema.
In unserer ersten Ausgabe geht es um das Alleinsein. Ein Zustand dem viel Angst entgegen gebracht wird und wenig Sehnsucht; den kaum
jemand für erstrebenswert hält; der mehr gefürchtet als geliebt wird. Gerade deshalb oder dem zum trotz wollen wir dem Alleinsein unser erstes Heft widmen. Wir glauben, dass es wichtig ist allein sein zu können, denn wer allein ist erlangt Klarheit über sich selbst.
Die Gestaltung trägt diesem Gefühl Rechnung. Text und Bild sind voneinander getrennt und stehen für sich. Sie berühren sich beim Zuschlagen der Seiten nicht und befinden sich nicht auf dem selben Blatt Papier. Die Typografie ist durch ihre einheitliche Schriftgröße unaufgeregt und zurückhaltend. Nichts soll sich aufdrängen und zum schnellen Durchblättern anregen. Vielmehr möchten wir den Leser dazu bringen sich Zeit zu nehmen und sich ohne Hast in unser Heft zu
vertiefen.
JANA LANGE, 10.SEMESTER
LEENA KÖTTER, 10.SEMESTER
MICHAEL SCHMID, 10.SEMESTER

