„Reality check“ bedeutet sowohl die Überprüfung eines Wirklichkeitsbezuges als auch das Hinterfragen dieser Wirklichkeit selbst.
Durch die rasante Entwicklung der Neuen Medien ist unsere Realität wesentlich inszenierte Medienrealität geworden. Der Bilderflut aus dem Monitor können wir kaum entkommen, das Selbst-Erlebte verschränkt sich immer tiefer mit dem virtuellen Raum. Facebook und Youtube dokumentieren das eigene Leben und lassen uns am Leben der anderen teilnehmen. Dabei vermischen sich Fakt und Fiktion im Spiel medialer Selbstinszenierung.
Dies Seminar ist eine Kooperation zwischen Philosophie, Visueller Kommunikation und Kunstwissenschaft. Der Frage nach dem Status, der Wahrnehmung und Inszenierung von Realität wollen wir uns anhand von Beispielen aus der Gegenwartskunst und den Neuen Medien nähern. In einem Theorieteil werden wir philosophische und medientheoretische Texte von Jean Baudrillard, Vilém Flusser und Slavoj Žižek lesen. Darüber hinaus erwarten wir von allen Teilnehmern die Bereitschaft, an einem Projekt teilzunehmen. Dessen Ergebnis soll Ende des Semesters an einem Jour fixe präsentiert werden.

